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Mär
5

So entsteht dein Traum-Driver

Jedes Jahr kommen neue und spannende Driver in dein Dormy-Warenhaus. Was viele nicht wissen: Bevor sie auf den Markt kommen, stecken oft mehrere Jahre Entwicklung und unzählige Tests dahinter. Brian Williams, Leiter der Produktentwicklung bei Callaway, gibt dir einen einzigartigen Einblick, wie dein Traum-Driver entsteht.

Brian Williams begann seine Karriere bei Callaway bereits 2003 als Ingenieur. Heute, 23 Jahre später, trägt er den Titel Vice President, Research & Development – also einer derjenigen, die am meisten über die Produktion und Technologie hinter Callaways neuen Schlägern wissen. Damit ist er genau die richtige Person, um dich mit hinter die Kulissen zu nehmen und zu zeigen, wie aus einer Idee Realität wird und wie ein neuer Driver entsteht.

Williams arbeitet in Callaways R&D-Abteilung in Carlsbad in Südkalifornien – einer der größten in der Branche. Dort arbeiten rund 200 Personen, darunter Ingenieure sowie Spezialisten für Prototypenentwicklung und Tests.

Wo beginnt ihr, wenn ihr einen neuen Driver entwickelt?

– Wenn wir über einen neuen Driver sprechen, brauchen wir ein klares Ziel. Wir sind immer auf der Suche nach höherer Ballgeschwindigkeit. Wir wissen, dass das Golfern zu mehr Länge vom Tee und zu besseren Scores verhilft. Das war auch das Ziel unserer neuen Quantum-Serie. Gleichzeitig wissen wir, wie wichtig Präzision ist – und mit unserer fortschrittlichen KI-Technologie können wir fehlerverzeihende Eigenschaften in die Schlagflächen integrieren.

Wie viele Personen waren an der Entwicklung der neuen Serie beteiligt?

– Wir waren ein Team von etwa 30 Personen. Zusätzlich haben wir ein Data-Science-Team, das unsere KI vorantreibt. Dieses Team entwickelt unsere Modelle kontinuierlich weiter und schreibt neue Codes, damit wir komplexere Daten verarbeiten und noch präzisere Optimierungsprozesse entwickeln können. Außerdem haben wir ein großes Designteam, das sich mit den kreativen Aspekten beschäftigt – Farben, Details und wie wir die Eigenschaften des Produkts visuell vermitteln.

CALLAWAY WAR EINER DER ERSTEN in der Branche, der KI in die Produktion integriert hat. Bereits vor 15 Jahren investierte das Unternehmen in das, was damals als Supercomputer bezeichnet wurde – ein System, das extrem komplexe Prozesse berechnen konnte. Das Innovationsteam war überzeugt, dass höhere Rechenleistung zu besseren Ergebnissen führt.

Was habt ihr auf dem Weg gelernt?

– Es hat sechs bis sieben Jahre gedauert, den Code zu entwickeln und eine Plattform aufzubauen, die wirklich funktioniert. Wir mussten dem System beibringen, welche Entscheidungen ein Ingenieur trifft, und es mit Daten zu Aerodynamik, Ballflug und Abflugwinkel füttern, um die Performance simulieren zu können.

Die ersten Ergebnisse kamen mit dem Epic Flash Driver, bei dem der Fokus auf mehr Ballgeschwindigkeit lag. Mit der Mavrik-Serie begann Callaway, offener über KI zu sprechen und darüber, wie sie Design und Aerodynamik beeinflusst.

Wie viele Prototypen entstehen im Entwicklungsprozess?

– Wir arbeiten mit einer Kombination aus physischen Teilen und virtuellen Prototypen. Der virtuelle Teil ist im Grunde unsere KI in Aktion. Beim Quantum hatten wir fast 60.000 virtuelle Prototypen und haben über 2 Millionen Treffmoment-Simulationen durchgeführt, um zu verstehen, was auf verschiedenen Bereichen der Schlagfläche passiert.

Sobald wir eine klare Vorstellung vom optimalen Design haben, fertigen wir physische Prototypen. In der Regel testen wir 50 bis 60 verschiedene Varianten über mehrere Jahre hinweg, bevor wir die finale Version auf den Markt bringen.

Heute seid ihr stark durch die geltenden Regeln für Equipment eingeschränkt. Wie arbeitet ihr daran, diese Grenzen auszureizen?

– Unser Ingenieurteam sieht das als Herausforderung und arbeitet kontinuierlich mit neuen Technologien und Konzepten daran, wie man den Ball weiter schlagen kann. Diese Produktlinie ist von einigen unserer Forschungsbereiche inspiriert – insbesondere im Bereich Materialien und KI, in denen wir eine führende Rolle einnehmen.

Wie bezieht ihr das Feedback eurer Tourspieler ein?

– Wir haben einen sehr guten Prozess, bei dem wir mit Spielern testen und ihr Feedback während des gesamten Prozesses einbeziehen. Uns sind die ersten Eindrücke besonders wichtig: Wie klingt es? Wie fühlt es sich an? Was nimmst du wahr? Fühlt sich etwas anders an? Danach verfeinern wir weiter – und immer weiter. Wir testen regelmäßig mit Spielern wie Jon Rahm, Xander Schauffele, Sam Burns, Akshay Bhatia und Si Woo Kim. Uns ist wichtig, dass sie sich mit den neuen Produkten wohlfühlen. Gegen Ende der Entwicklung, etwa zur Saisonmitte, ist es schwieriger, sie einzubinden, da sie Major-Turniere spielen und stark fokussiert sind. Deshalb beziehen wir zusätzlich Callaway Next Spieler und Elite-Amateure ein.

Spielt der Preis in eurer Entwicklung eine Rolle – gibt es eine Grenze?

– Das ist eine gute Frage, und ja, natürlich spielt das eine Rolle. Unsere Philosophie war schon immer, ein besseres Produkt mit den notwendigen Materialien und Technologien zu entwickeln – auch wenn das den Preis erhöhen kann. Gleichzeitig wissen wir, dass die Preise sehr hoch geworden sind und einige Spieler dadurch abgeschreckt werden könnten. Die gesamte Branche entwickelt sich in diese Richtung. Aber wir nutzen das, um kluge Entscheidungen zu treffen – wir bringen nichts auf den Markt, das keine klare und spürbare Verbesserung bietet.

Callaways Brian Williams

Fanny Persdotter