
Golf anfangen – 10 Antworten, welches Equipment du als Anfänger brauchst
„Golf spielen lernen“ ist eine Magazinreihe für alle, die gerade erst mit dem Golfen anfangen und sich die typischen Fragen stellen, die Neulinge im Golfsport haben. All die Informationen rund um Ausrüstung, Regeln und Etikette können einen schnell überfordern. Aber wir sind da, um zu helfen. Daniel Runsten-Melander von Dormy Barkarby beantwortet die 10 häufigsten Fragen zur Ausrüstung. Legen wir los!
1. Wie sieht ein gutes Golfschläger-Set aus?
In einem guten Golfschläger-Set gibt es verschiedene Schlägertypen, die alle eine bestimmte Aufgabe erfüllen. Spezialisierung ist wichtig. Sie brauchen nicht mehrere Schläger, die alle dasselbe können. Welche Schläger das genau sind, ist individuell sehr unterschiedlich. Ihre Grundausstattung sollte einen Driver, einen Putter, mehrere Eisen (Pitching-Wedge, 9i, 8i, 7i, 6i, 5i) und zwei Wedges umfassen – einen Wedge mit einem Loft von 56 Grad oder mehr, der hauptsächlich im Bunker zum Einsatz kommt, und einen Wedge für kürzere Annäherungen und Chips mit einem Loft von 52 oder 54 Grad.
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2. Ein Bag darf maximal 14 Schläger enthalten. Braucht man so viele?
Auf keinen Fall! Jeder Schläger im Bag hat eine bestimmte Aufgabe. Als Anfänger ist es meist besser, die Auswahl zu beschränken, um sich nicht selbst zu überfordern. Später können Sie immer noch andere Schläger in dazunehmen, zum Beispiel einen zusätzlichen Wedge oder Hölzer.
3. Wie finden Sie den optimalen Putter?
Beim Putter geht es vor allem um Gefühl und Selbstvertrauen! Es lohnt sich nicht, aus der Putterauswahl eine Doktorarbeit zu machen. Eigentlich können Sie nichts falsch machen. Vertrauen Sie beim Kauf eines Putters lieber Ihrem Instinkt. Wenn Sie schon einmal Eisen oder Driver ausprobiert haben, wissen Sie, wie viele Parameter bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen. Beim Putter ist es nicht anders. Wir helfen Ihnen natürlich gerne weiter und erklären Ihnen, worauf es wirklich ankommt. Als Faustregel können Sie sich aber merken, dass ein großer Putter immer fehlerverzeihender ist als ein kleiner.
Lies auch den ultimativen Putter-Guide, in dem wir noch tiefer in die Details rund ums Putten eintauchen.
4. Was darf man nicht vergessen, in die Tasche zu packen?
– Zuerst einmal einen Pitchgabel! Es ist sehr wichtig, dass wir gemeinsam unsere Plätze pflegen und unsere Einschlaglöcher reparieren. Tees, die auch als Ersatz dienen können, falls Sie Ihre Pitchgabel vergessen haben, Handschuh, Ballmarker, Bälle und eine Wasserflasche. Es kann auch hilfreich sein, etwas Obst oder einen anderen Snack dabei zu haben, um die Konzentration den ganzen Weg über aufrechtzuerhalten.

5. Muss man Golfschuhe haben?
– Nein, das muss man nicht, aber es ist absolut zu bevorzugen! Warum sollte man Golfschuhe tragen? Golfschuhe sind dafür da, Ihnen guten Halt auf dem Boden zu geben, der eine große Energiequelle beim Schlag ist. Sie sind aber auch dafür ausgelegt, lange Strecken und in hügeligem Gelände zu gehen, stabil zu sein und Ihnen Halt zu geben.
In diesem Artikel So finden Sie die richtigen Golfschuhe helfen wir Ihnen, die richtigen Schuhe zu finden.
6. Wie sieht der optimale Golfhandschuh aus?
Er sollte eng anliegen, aber bequem sein. Mit der Zeit dehnt er sich, und du willst kein überflüssiges Material, das sich wölbt oder Falten wirft. Viele tragen generell zu große Handschuhe. Lies den Artikel So findest du den richtigen Golfhandschuh, in dem wir verschiedene Handschuhtypen vorstellen.
7. Cartbag, Carrybag oder Pencilbag, wofür sollten Sie sich entscheiden?
Bei der Auswahl eines Bags sollten Sie überlegen, wie oft und wo Sie hauptsächlich spielen werden. Wenn Sie hauptsächlich lokal in Ihrem Heimatclub spielen, lohnt sich vielleicht ein größeres Cartbag, um zusätzliche Kleidung und Utensilien zu verstauen. Ein Carrybag ist vielseitiger und lässt sich bei Bedarf auch auf einem Trolley befestigen. Ein Pencilbag ist die beste Wahl für alle, die es locker angehen und nicht so viel Ausrüstung mit sich herumschleppen möchten.
8. Wie findet man den richtigen Ball?
– Beim Zusammenstellen der richtigen Ausrüstung geht Probieren über Studieren. Das gilt auch für die Auswahl des richtigen Golfballs. Am besten, Sie besorgen sich verschiedene Golfbälle und spielen damit ein paar Runden. Vielleicht kommen Sie ja mit einem Ball besser zurecht als mit den anderen. Wenn Sie sich für einen Ball entschieden haben, sollten Sie dabei bleiben und nicht ständig die Modelle wechseln. Sobald Sie anfangen, Unterschiede zwischen den Bällen zu bemerken, können Sie die Suche nach dem optimalen Ball immer weiter verfeinern. Entscheiden Sie sich auf jeden Fall für einen Premium-Ball, denn diese bieten Ihnen immer die beste Performance. Wenn Ihnen Premium-Bälle zu teuer sind, können Sie natürlich auch mit günstigeren Modellen spielen. Die Leistung wird nicht dieselbe sein, aber die Unterschiede sind auch nicht so gewaltig.
9. Worin unterscheiden sich Hybride und Fairway-Hölzer?
Hybride sind der modernere Schlägertyp und, wie der Name schon vermuten lässt, eine Kreuzung aus einem Eisen und einem Fairway-Holz. Der Kopf ist bei Hybriden kleiner und der Schaft kürzer als bei einem Fairway-Holz. Das macht es einfacher, den Ball in die Luft zu bringen. Ein Hybrid ist deswegen sehr gut für Schläge aus dem Rough geeignet.
10. Welche Vorteile bzw. Nachteile hat es, mit langen Eisen anstatt Hybriden zu spielen?
– Das ist wie immer spielerspezifisch. Das Spiel mit langen Eisen erfordert in der Regel eine hohe Schlägerkopfgeschwindigkeit. Mit einem Hybriden bekommen Sie den Ball leichter in die Luft. Besonders Spieler mit einem langsameren Schwung können mit diesem Schlägertyp weiter schlagen. Ein Hybride ist auch fehlerverzeihender. Lange Eisen sind also schwieriger zu spielen und oft ist es nicht so einfach, konstante Ergebnisse zu erzielen. Auf der anderen Seite erlauben lange Eisen ein präziseres Spiel, wenn der Spieler es schafft, konstant zu treffen und einen ausreichend schnellen Schwung hat.

Daniel Runsten-Melander, Dormy Barkarby