
Annäherungsschläge – welche Eisen und Wedges brauchst du als Anfänger?
Für jeden Golfer ist es entscheidend, bei den Annäherungsschlägen erfolgreich zu sein und möglichst viele Grüns zu treffen. Das verschafft dir mehr Chancen, ein Loch mit möglichst wenigen Schlägen zu beenden. Eisen kommen bei längeren Distanzen zum Einsatz, während Wedges verwendet werden, wenn du dich dem Grün näherst. Gerade als Anfänger ist es wichtig, das Spiel nicht unnötig kompliziert zu machen. Vertraue deinem Schwung und lass die Schläger die Arbeit erledigen. Hier zeigen wir dir, worauf du bei der Wahl von Eisen und Wedges für dein Bag achten solltest.
Welche Eisen braucht ein Golfanfänger?
Als Anfänger kommst du mit einem Standard-Eisensatz sehr weit. Diese Sets werden komplett zusammengestellt verkauft – du musst lediglich wissen, ob du rechts- oder linkshändig spielst, welche Schaftflexibilität zu dir passt und welche Schlägerkopfform du bevorzugst. Unsicher? Sprich einfach mit unseren Experten im Online-Kundenservice.
- Die gängigste Zusammenstellung reicht von Eisen 5 bis Pitching Wedge.
- Alternativ von Eisen 6 bis Sand Wedge.
Heute werden die meisten Eisensätze für Herren von Eisen 5 bis Pitching Wedge angeboten, während Damensätze häufig von Eisen 6 bis Sand Wedge reichen. Früher gehörten auch Eisen 3 und Eisen 4 zur Standardausstattung. Da jedoch immer mehr Golfer Hybridschläger, Utility-Eisen oder Fairwayhölzer mit höherem Loft bevorzugen, sind diese Schläger weitgehend aus den Standardsätzen verschwunden.
Der Grund ist einfach: Die Alternativen sind leichter zu spielen und machen Golf einfacher und unterhaltsamer.
So lernst du deine Schlagweiten mit den Eisen kennen
Ein wichtiger Bestandteil des Eisenspiels ist es, deine Distanzen zu kennen – vor allem die Carry-Distanzen, also die Flugweite des Balls ohne Roll. Wenn du diese Werte kennst, kannst du deine Strategie auf dem Platz deutlich besser planen und Hindernisse vermeiden.
Als Richtwert sollten zwischen den einzelnen Eisen bei vollen Schlägen etwa 8 bis 12 Meter Unterschied liegen. Wenn beispielsweise Eisen 5 und Eisen 6 nahezu gleich weit fliegen, kann es sinnvoll sein, das Eisen 5 durch ein Hybrid zu ersetzen oder ganz aus dem Bag zu nehmen.
Auf vielen Driving Ranges stehen heute TrackMan- oder Toptracer-Systeme zur Verfügung. Mit diesen Launch-Monitoren kannst du deine Schlagweiten einfach messen und dokumentieren. Ein guter Tipp ist, ein TrackMan-Konto anzulegen und dich beim Training einzuloggen. So werden deine Schläge gespeichert und du kannst die Daten später analysieren. Wenn du mehr über die angezeigten Werte erfahren möchtest, empfehlen wir unseren TrackMan-Guide für Anfänger.
Standard ist nicht dein Ding? Mit Custom Fitting holst du mehr aus deinem Spiel heraus
Vielleicht hast du schon von Custom Fitting gehört. Bei Dormy bieten wir dieses Konzept auch online an. Das bedeutet, dass du deine Schläger an deinen Körperbau und deinen Schwung anpassen kannst. Es gibt den alten Mythos, dass dies nur etwas für Profis sei – wir sehen das genau andersherum. Custom Fitting kann für Golfer jeder Spielstärke einen großen Unterschied machen und ist eine echte Bereicherung für alle, die mehr aus ihrem Spiel herausholen möchten als mit einem Standardsatz.

Welche Wedges solltest du als Golfanfänger spielen?
Gängige Zusammenstellungen sind:
- Drei Wedges: 48–52–56 oder 50–54–58
- Zwei Wedges: 50–56 oder 52–58
Zusätzlich kannst du auch ein 60-Grad-Wedge ins Bag nehmen. Für viele Golfer reichen jedoch 56 oder 58 Grad völlig aus, um Chips und Bunkerschläge zu spielen. Ein 60-Grad-Wedge ist oft schwieriger zu kontrollieren und zu spielen.
Woher weißt du, welche Loftwinkel deine Wedges haben sollten?
Als Anfänger kann es schwierig sein, sich im großen Angebot an Wedges zurechtzufinden. Loft, Bounce und Schliff (Grind) sollten zu deinem Spiel passen.
- Zunächst solltest du den Loft deines Pitching Wedges im Eisensatz kennen.
- Anschließend empfiehlt sich ein Abstand von 4 bis 6 Grad zwischen den einzelnen Wedges. Hat dein Pitching Wedge beispielsweise 44 Grad Loft, kann dein nächstes Wedge 48 oder 50 Grad haben.
- Danach entscheidest du selbst, wie viele Wedges du im Bag haben möchtest – die meisten Golfer spielen mit zwei oder drei.
Der Vorteil von drei Wedges besteht darin, dass du häufiger volle Schläge spielen und exakte Distanzen abdecken kannst. Mit zwei Wedges kommt jeder Schläger öfter zum Einsatz, wodurch du leichter ein gutes Gefühl und mehr Kontrolle entwickelst.
Was ist Bounce und welchen Bounce solltest du wählen?
Bounce beschreibt die Fähigkeit eines Schlägers, über den Boden zu gleiten, anstatt sich einzugraben. Angegeben wird er als Zahl, meist zwischen 4 und 14 Grad.
- Wenig Bounce eignet sich für Golfer mit einem flachen Schwung, die nur wenig Divot nehmen und häufig auf festen Böden spielen.
- Viel Bounce eignet sich für Golfer mit einem steileren Schwung, die größere Divots schlagen, auf weicheren Plätzen spielen oder häufig Bunkerschläge ausführen.
Bounce ist dein Freund. Als Anfänger fährst du in der Regel am besten mit Wedges mit mehr Bounce (etwa 10–14 Grad).
Die Form der Wedge-Sohle wird als Grind bezeichnet. Sie arbeitet mit Loft und Bounce zusammen, um einen optimalen Bodenkontakt beim Schlag zu ermöglichen. Für spezielle Anforderungen gibt es auch weitere Grind-Varianten. Anfänger profitieren oft von einer breiteren Sohle, da sie den Schläger fehlerverzeihender macht.
Erwähnenswert sind außerdem Cavity-Back-Wedges, die leichter zu spielen sind als klassische Blade-Wedges. Durch das größere Schlägerkopfvolumen musst du den Ball nicht jedes Mal exakt mittig treffen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Natürlich können auch Wedges per Custom Fitting angepasst werden. Häufig geschieht dies zusammen mit der Anpassung des Eisensatzes, damit alle Schläger hinsichtlich Loft, Optik und Funktion optimal aufeinander abgestimmt sind.