
So spielst du ein Fairwayholz – wir gehen die häufigsten Fehler durch
Ein Fairwayholz kann einer der nützlichsten Schläger in deinem Bag sein – aber auch einer der einschüchterndsten. Wenn du ihn sauber triffst, ist das Gefühl kaum zu übertreffen: ein hoher, weiter Ballflug, der weich weit vorne auf dem Fairway oder dem Grün landet. Doch genauso oft sehen wir getoppte Bälle, dünne Treffer und frustrierte Blicke. Was läuft also eigentlich schief? Und wie schaffst du es, dein Fairwayholz so zu schlagen, wie du weißt, dass du es kannst? Wir gehen die häufigsten Fehler durch – und was du stattdessen tun solltest.
4 Tipps – so triffst du dein Fairwayholz besser Die richtige
- Ballposition – knapp innerhalb der linken Ferse
- Trainiere öfter mit dem Fairwayholz
- Schwung mit flacher Bewegung – vermeide, nach unten zu schlagen Ruhiges
- Tempo – konzentriere dich auf deine Balance

Die häufigsten Fehler
Du versuchst, den Ball in die Luft zu helfen
Das ist vielleicht der häufigste Fehler überhaupt. Viele Golfer versuchen, den Ball mit einem Fairwayholz „in die Luft zu heben“. Das Ergebnis? Getoppte Schläge oder schwache Treffer.Die Wahrheit ist einfacher: Der Schläger ist dafür gebaut, den Ball in die Luft zu bringen. Deine Aufgabe ist es, ihn sauber zu treffen.Konzentriere dich stattdessen auf eine sweepende Bewegung, bei der du den Schläger das Gras nach dem Ballkontakt streifen lässt – nicht davor.
Falsche Ballposition in der Ansprechposition
Die Position des Balls im Stand spielt eine größere Rolle, als viele denken.
Zu weit hinten → steiler Angriffswinkel und eine niedrige, schwache Flugkurve; der häufigste Fehler ist ein Hook.Zu weit vorn → Risiko für dünne oder getoppte Schläge sowie zusätzlicher Slice-Spin auf dem Ball.
Eine gute Faustregel: Platziere den Ball knapp innerhalb der Ferse deines vorderen Fußes. Das gibt dir die richtigen Voraussetzungen, den Ball perfekt zu treffen – mit dem passenden Angriffswinkel.
Du schlägst zu hart auf den Ball
Es ist leicht zu glauben, dass es beim Fairwayholz um Kraft geht. In der Praxis ist das jedoch selten der Fall. Du musst mit einem Fairwayholz nicht mehr „reinhauen“ als mit jedem anderen Schläger. Ein Überschwingen führt oft zu schlechterem Ballkontakt und weniger Kontrolle.
Gute Schwunggedanken für Schläge mit dem Fairwayholz:
- Ruhiges Tempo
- Balance während des gesamten Schwungs
- Den Schlag durchschwingen
Wenn du die Mitte der Schlagfläche triffst, kommt die Länge von selbst. Konzentriere dich daher auf gute Balance im Schwung und ein sauberes Finish – das reduziert das Risiko für Fehler.
Der Stand bekommt zu wenig Aufmerksamkeit
Das klingt vielleicht langweilig – aber hier entscheidet sich vieles.Ein guter Stand macht den Schlag deutlich einfacher korrekt auszuführen:
- Beuge dich leicht nach vorn, indem du den Oberkörper aus der Hüfte nach vorne kippst
- Lass die Arme natürlich hängen
- Sorge für einen stabilen, ausbalancierten Stand mit ungefähr gleich viel Gewicht auf beiden Füßen
Ein Tipp: Schau dir an, wie stabil es wirkt, wenn Tourspieler im TV ein Fairwayholz schlagen. Immer im Gleichgewicht und immer derselbe Start und Abschluss des Schwungs.
Du behandelst es wie einen Driver
Ein Fairwayholz liegt irgendwo zwischen Driver und Eisen.
- Es sollte nicht aufwärts geschlagen werden wie ein Driver
- Es sollte nicht abwärts geschlagen werden wie ein Eisen
Denke eher an „Fegen“ statt an „Schlagen“. Ein neutraler Angriffswinkel sorgt für den besten Treffmoment und die beste Flugkurve.
Dir fehlt das Vertrauen
Henrik Stenson ist vielleicht das deutlichste Beispiel: Er hat eine ganze Karriere auf seinem 3-Holz aufgebaut. Es geht nicht nur um Technik – sondern um Vertrauen in den Schläger. Viele Amateure machen das Gegenteil: Sie nehmen das Fairwayholz zögerlich zur Hand, was oft zu halbherzigen Schwüngen führt.
Nutze es stattdessen aktiver:
- Vom Tee auf engen Löchern
- Bei langen Annäherungsschlägen
- Als sicherere Alternative zum Driver
Je mehr du es benutzt, desto besser wirst du.
Du trainierst zu wenig
Das ist vielleicht die einfachste Erklärung. Fairwayhölzer erfordern Gefühl und Timing. Und das bekommst du nicht ohne Wiederholung.
Ein guter Tipp: Schlage es auf der Range zunächst vom Tee, um Selbstvertrauen aufzubauen – und geh dann auf den Boden, wenn der Treffmoment sitzt. Versuche am Anfang Halbschwünge, um dich wirklich darauf zu konzentrieren, den Ball mittig auf der Schlagfläche zu treffen. Die Geschwindigkeit kannst du steigern, sobald du dich sicherer fühlst.
Das richtige Fairwayholz für dich finden
Manchmal lässt sich tatsächlich eine Abkürzung finden – und sie kann in Form eines komplett neuen Schlägers kommen. Wir sehen, dass immer mehr Spieler auf den klassischen Spoon mit 15 Grad verzichten und stattdessen ein Fairwayholz mit mehr Loft wählen. Selbst die besten Spieler der Welt setzen heute sowohl auf 7er- als auch auf 9er-Fairwayhölzer. Mach dir keinen Druck, unbedingt einen Spoon im Bag behalten zu müssen. Unabhängig davon, welches Loft und welcher Schaft am besten zu dir passen, ist ein Custom Fitting – auch für Fairwayhölzer – immer eine gute Idee.
Und vielleicht das Wichtigste überhaupt: Trau dich, dem Schläger zu vertrauen. Denn wenn du das tust, eröffnet sich eine ganz neue Dimension im Spiel.