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Sep
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Wedge-Special: Die fünf besten Wedge-Tipps vom Experten

Der richtige Wedge kann einen enormen Unterschied in deinem Kurzspiel machen – aber es geht nicht nur darum, welches Modell du wählst, sondern wie du ihn einsetzt. Hier teilt Dormys Experte Daniel Hansson fünf konkrete Tipps, die dir helfen, mehr Kontrolle, mehr Spin und niedrigere Scores rund um die Grüns zu erzielen.

1. Die 60-Grad-Wedge hinterfragen

Meine Beobachtung ist, dass Wedges mit einem Loft über 58° für die meisten Freizeitgolfer deutlich schwieriger zu beherrschen sind. Selbst auf der PGA Tour ist die 58-Grad-Wedge zur häufigsten Wahl als Lob-Wedge geworden. Der Grund ist einfach: Je mehr Loft du hast, desto schwieriger wird es, sowohl Ballflug als auch Weite zu kontrollieren – selbst für sehr erfahrene Spieler. Viele Golfer erleben außerdem, dass es schwer ist, einen ausreichend vollen und entspannten Schwung zu machen, um mit so viel Loft die richtige Distanz zu erreichen. Das gesagt, gibt es natürlich viele Spieler, die eine 60-Grad-Wedge sehr gut handhaben und effektiv einsetzen – aber teste gerne, ob eine 58-Grad-Wedge einen Unterschied für dich macht. Der Spanier Seve Ballesteros, der vielleicht das beste Kurzspiel aller Zeiten hatte, spielte mit 56° als seiner loftstärksten Wedge. Das ist ein klarer Beweis dafür, dass du keine 60° brauchst, um rund ums Grün kreativ und geschickt zu sein.

2. Cavity-Back-Wedges ausprobieren

Sind deine Eisen Blades? Wahrscheinlich nicht. Hast du dir dann schon mal überlegt, warum du trotzdem mit Blade-Wedges spielst? Vieles hat mit Tradition zu tun – die meisten Wedges, die verkauft werden, sind Blade-Modelle, bei denen die Spielbarkeit durch verschiedene Sohlenformen und Bounce-Winkel angepasst wird. Aber immer mehr Hersteller bieten sogenannte Cavity-Back-Wedges an – also verzeihendere Wedges mit mehr Masse. Wenn du das Gefühl hast, zu oft das Zentrum der Schlagfläche zu verfehlen oder zum dünnen Treffen zu neigen, können CB-Wedges dir größere Toleranzen bieten und du wirst bei weniger gelungenen Treffern nicht so hart bestraft. Ich bin überzeugt, dass Cavity-Back-Wedges in Zukunft immer verbreiteter werden.

3. Viel Bounce im Bunker nutzen

„Bounce ist dein Freund" – und das stimmt, besonders im Bunker. Ein höherer Bounce-Winkel lässt den Schläger stärker vom weichen Sand abprallen, was das Risiko verringert, dass er sich eingräbt. Ein Bounce von 10 Grad oder mehr gilt als hoch. Ein häufiges Missverständnis ist, im Bunker immer eine Lob-Wedge (58–60°) zu verwenden. In vielen Fällen ist jedoch eine Sand-Wedge (54–56°) die bessere Wahl. Du bekommst immer noch genug Höhe, aber der Ball kann auch weiter rollen, was bei vielen Bunkerlagen sehr gut passt.

4. Den richtigen Schaft wählen

Mit kürzerem Schaft und mehr Loft ist die Schwunggeschwindigkeit bei einer Wedge naturgemäß geringer als bei einem Eisen – das ist schlicht Physik. Spielst du beispielsweise mit einem 120-Gramm-Stiff-Schaft in deinen Eisen und hast drei Wedges (Gap, Sand und Lob), empfehle ich, im Gap-Wedge denselben Schaft wie im Eisensatz zu verwenden, da dieser oft mit vollen Schlägen gespielt wird. Beim Sand- und Lob-Wedge kannst du dagegen einen Flex-Schritt nach unten gehen. Du schwingst mit diesen Schlägern ohnehin nicht so hart, und ein weicherer Schaft sorgt dafür, dass der Schläger besser zu deiner tatsächlichen Schwunggeschwindigkeit passt. Das verbessert zudem das Gefühl für den Schlägerkopf. Das ist nicht ganz einfach, selbst den Überblick zu behalten – sprich daher gerne mit einem unserer Experten im Store oder beim Kundenservice.

5. Das Lob-Wedge öfter wechseln

Profis erhalten über ihre Sponsorenverträge kontinuierlich neue Wedges. Für Amateure sieht das anders aus, und viele wechseln ihre Wedges schlicht nicht oft genug. Wie häufig du wechseln solltest, hängt davon ab, wie viel du spielst und trainierst. Tests zeigen, dass ein Wedge nach 50–75 Runden rund 1.000 RPM an Spin verlieren kann. In der Praxis bedeutet das weniger Kontrolle und ein schwierigeres Kurzspiel. Der durchschnittliche Golfer spielt etwa 20 Runden pro Jahr, was bedeutet, dass ein Wechsel der Wedges ungefähr alle drei Jahre sinnvoll ist. Meine Empfehlung ist jedoch, das Lob-Wedge mindestens alle zwei Jahre zu wechseln – das ist der Schläger, bei dem du den größten Bedarf an maximalem Spin und Kontrolle hast.

Daniel Hansson, Dormy World of Golf

Johan Blom