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Okt
12

Garmins neue Superwatchuhr Approach S72 ist da!

Golfelektronik

Wir tauchen tief in die Neuheit Garmin Approach S72 ein – zusammen mit unserem Experten Johan Blom. Das neue Lieblingsgerät für echte Golfnerds! Was ist neu, für wen ist sie geeignet und welche Funktionen stechen besonders hervor? Schau rein!

Was ist neu beim Garmin Approach S72?

– Ziemlich viel, eigentlich! Der Vorgänger S70 war bereits eine wirklich gute Golfuhr, daher war ich gespannt, was Garmin verbessern würde. Am spannendsten ist, dass der Fokus nun stärker auf dem Golfschwung selbst liegt – und nicht nur darauf, wo der Ball landet.

– Der S72 kann unter anderem die Handgeschwindigkeit, die Länge des Rückschwungs und die Handgelenkrotation messen. Informationen, die man bisher von einer Golfuhr nicht bekommen konnte. Außerdem bietet er eine verbesserte Green-Analyse, Luftaufnahmen der Löcher und die Möglichkeit, den Puls während der Runde zu verfolgen.

– Garmin hat seine Golftechnologie einfach mit Funktionen aus seinen fortschrittlichen Trainingsuhren wie der Fenix 9 kombiniert. Eine wirklich gelungene Kombination!

Für wen ist der S72 deiner Meinung nach geeignet?

– In erster Linie für Golfer, die viel spielen und ihr Spiel gerne analysieren. Aber man braucht definitiv kein niedriges Handicap, um ihn zu schätzen.

– Viele Durchschnittsgolfer können mindestens genauso viel von den Funktionen profitieren. Bessere Kontrolle über Schlagweiten, das Erkennen von Schwachstellen im Spiel und eine klügere Schlägerwahl sind Dinge, die den meisten helfen.

– Das hier ist natürlich ein Premiumprodukt. Wer zehn Runden im Jahr spielt und nur die Distanz zum Green wissen möchte, findet günstigere Alternativen. Aber für alle, die regelmäßig spielen und Technik mögen, ist der S72 einfach großartig.

Was unterscheidet die 43-mm- und die 47-mm-Variante – abgesehen von der Größe?

– Es sind vor allem das Display und die Akkulaufzeit, die die Modelle unterscheiden. Das größere Display macht es einfacher, Karten und andere Informationen zu lesen. Ich persönlich bevorzuge ein größeres Display, besonders wenn ich schnell einen Überblick über das Loch bekommen oder Abstände zu verschiedenen Hindernissen messen möchte.

– Aber der Tragekomfort ist mindestens genauso wichtig. Die Uhr soll schließlich die gesamte Runde über angenehm sitzen. Wer schmalere Handgelenke hat oder kleinere Uhren bevorzugt, trifft mit 43 mm eine gute Wahl. Die Golffunktionen sind im Grunde dieselben.

Welche Funktionen stechen deiner Meinung nach am meisten hervor?

– Es ist das Gesamtpaket, das beeindruckt. Die Entfernungsmessung ist die Grundlage, aber die Möglichkeit, die Lochgestaltung zu analysieren, Hilfe bei der Schlägerwahl zu bekommen und die Runde im Nachhinein auszuwerten, macht die Uhr deutlich nützlicher.

– Ein persönlicher Favorit bei Garmin ist die PlaysLike Distance, die unter anderem Höhenunterschiede berücksichtigt. Wenn du 150 Meter zur Fahne hast, aber stark bergauf schlagen musst, hilft dir die Funktion einzuschätzen, wie weit der Schlag gespielt werden muss. Wirklich praktisch auf hügeligem Gelände.

– Außerdem gefällt mir die neue Schwunganalyse. Ich trainiere gerne mit Zahlen und vergleiche verschiedene Schläge, daher ist es eine tolle Ergänzung, mehr Messwerte direkt vom Handgelenk zu bekommen.

Gibt es eine Funktion, die deiner Meinung nach von Golfern generell unterschätzt wird?

– Ja, die Statistiken! Ohne Zweifel. Ich glaube, viele nutzen nur einen Bruchteil dessen, was die Uhr tatsächlich kann. Man schaut auf die Entfernung, wählt einen Schläger und schlägt. Aber vieles Interessante kommt erst nach der Runde.

– Nehmen wir die Schlagweiten als Beispiel. Viele haben ein ziemlich optimistisches Bild davon, wie weit sie schlagen. Man erinnert sich an das perfekte Eisen 7, das 155 Meter weit ging, vergisst aber all die anderen Schläge, die bei etwa 140 Metern landeten. Mit Statistiken über einen längeren Zeitraum bekommst du ein ehrlicheres Bild, was auch die Schlägerwahl erleichtert.

– Dann muss ich noch eine unglaublich einfache, aber clevere Funktion erwähnen: Du kannst die Zahlen und Informationen auf dem Display vergrößern. Perfekt für alle, die nicht so gut sehen.

Wie funktioniert die neue Green-Analyse?

– Eine wirklich spannende Funktion, besonders auf Plätzen, die man nicht kennt. Mit der Garmin Golf-Mitgliedschaft kannst du die Neigungen und Gefällerichtungen des Greens auf Plätzen sehen, die die Funktion unterstützen.

– Bisher gilt das noch längst nicht für alle Plätze, aber Garmin arbeitet daran, das Angebot zu erweitern. Hoffentlich werden deutlich mehr der über 43.000 vorinstallierten Plätze künftig unterstützt.

– Den größten Nutzen sehe ich bereits vor dem Anspielen. Du kannst sehen, wo das Green stark abfällt, und planen, wo du den Ball am liebsten landen möchtest. Wenn du dann puttest, musst du das Green zwar immer noch selbst lesen, aber die Informationen geben dir etwas zusätzliche Hilfe.

– Beachte außerdem, dass die Neigungsinformationen nicht in allen Wettbewerbsformaten erlaubt sind.

Wie nützlich sind die Statistiken und die neue Schwunganalyse?

– Das ist für mich vielleicht die spannendste Neuigkeit. Ich nutze beim Training oft TrackMan und vergleiche gerne Zahlen. Jetzt bestimmte Schwungdaten direkt vom Handgelenk abrufen zu können, ist wirklich beeindruckend.

– Die S72 misst unter anderem die Handgeschwindigkeit, die Länge des Rückschwungs und die Handgelenkrotation. Perfekt, wenn du zum Beispiel versuchst, den Rückschwung zu verkürzen oder eine gleichmäßigere Bewegung mit besserem Tempo zu entwickeln.

– Gleichzeitig sollte man sich nicht zu sehr in den Zahlen verlieren. Ein veränderter Wert bedeutet nicht automatisch einen besseren Schwung. Das Wichtigste ist nach wie vor, was mit dem Ball passiert. Ich sehe die Funktion als eine gute Ergänzung zum regulären Training und zu Stunden mit einem Trainer.

Was unterscheidet die S72 von der S70? Lohnt sich ein Upgrade?

– Das hängt davon ab, wofür du die Uhr verwendest. Die S70 ist nach wie vor eine fantastische Golfuhr mit den meisten Funktionen, die ein Golfer braucht.

– Die großen Vorteile der S72 sind die Schwunganalyse, die mit dem Golf verknüpfte Pulsmessung und das verbesserte Greenreading. Dazu kommen neue Materialien, ein Mikrofon, Lautsprecher und eine Taschenlampe.

– Hast du ein älteres Garmin-Modell, wirst du einen deutlichen Unterschied bemerken. Nutzt du deine S70 jedoch hauptsächlich zur Entfernungsmessung, gibt es keinen großen Grund zu wechseln. Wenn du hingegen die neue Schwunganalyse und mehr Smartwatch-Funktionen möchtest, wird das Upgrade deutlich attraktiver. Für mich ist das eine Uhr, die ich rund um die Uhr tragen möchte – nicht nur auf dem Golfplatz. Bist du eine aktive Person, die im Alltag viel trainiert, rechtfertigt das einen Kauf noch zusätzlich.

Wie funktioniert die Garmin Golf-Mitgliedschaft und was kostet sie?

– Du brauchst keine Mitgliedschaft, um die normalen Golffunktionen der Uhr zu nutzen. GPS-Abstände, Platzkarten und grundlegende Statistiken sind bereits enthalten.

– Möchtest du hingegen Premiumfunktionen wie Greenreading mit Neigungsinformationen und detaillierte Luftbilder nutzen, ist eine Garmin Golf-Mitgliedschaft erforderlich.

– Diese kostet 9,99 € pro Monat oder 99,99 € pro Jahr. Neue Abonnenten können sie zudem 30 Tage lang kostenlos testen.

– Mein Tipp: Starte mit der Testphase. Probiere die Funktionen auf deinen gewohnten Plätzen aus und schau, ob sie dir das Geld wert sind. Spielst du häufig auf neuen Plätzen, kann die Mitgliedschaft besonders nützlich sein.

Kann die S72 wirklich dazu beitragen, dein Handicap zu senken?

– Ja, das glaube ich! Aber vielleicht nicht so, wie viele sich das vorstellen. Die Uhr sorgt nicht dafür, dass du den Ball besser triffst, aber sie kann dir helfen, klügere Entscheidungen zu treffen.

– Nimm zum Beispiel ein Wasserhindernis vor dem Green. Viele schauen nur auf die Distanz zur Fahne, obwohl es vielleicht wichtiger ist zu wissen, wie weit man schlagen muss, um sicher über das Wasser zu kommen.

– Diese Information stellt Garmin sehr übersichtlich dar. Kombinierst du das mit deinen tatsächlichen Schlagweiten, fällt es leichter, den richtigen Schläger zu wählen. Ich glaube, dass viele Amateurgolfer allein durch eine bessere Platzstrategie mehrere Schläge einsparen können.

Gibt es eine Funktion, die du für besonders empfehlenswert hältst?

– Virtual Caddie! Eine Funktion, die viele sicher kennen, die aber meiner Meinung nach kaum jemand wirklich ausschöpft. Die Uhr kann dir bei der Schlägerwahl helfen – basierend auf deinen bisherigen Schlägen und den Bedingungen auf dem Platz. Man sollte die Empfehlungen natürlich nicht blind befolgen, aber manchmal ist es hilfreich, eine andere Perspektive zu bekommen. Wir Golfer haben ja unsere Lieblingsschläger, die etwas zu oft zum Einsatz kommen. Da kann es gut sein, daran erinnert zu werden, dass es noch andere Optionen in der Bag gibt.

Wie nützlich ist die Uhr abseits des Golfplatzes?

– Sehr nützlich! Das ist tatsächlich eines der stärksten Argumente für die S72. Hinter all den Golffunktionen steckt eine leistungsstarke Smartwatch.

– Du erhältst Pulsmessung, Schlafaufzeichnung, Stressmessung und Body Battery. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Trainingsfunktionen, zum Beispiel für Laufen und Krafttraining.

– Neu sind außerdem Mikrofon und Lautsprecher, sodass du über ein verbundenes Telefon Anrufe tätigen und entgegennehmen kannst. Die eingebaute Taschenlampe ist ein weiteres praktisches Detail, das sicher öfter zum Einsatz kommt, als man denkt.

– Wenn man eine so hochwertige Uhr kauft, möchte man sie natürlich für mehr als nur Golf nutzen.

Wenn du die S72 mit drei schnellen Argumenten verkaufen müsstest, welche wären das?

– Du bekommst eine der fortschrittlichsten Golfuhren auf dem Markt und gleichzeitig eine wirklich gute Alltagsuhr.

– Du kannst Schläge auf dem Platz planen, die Statistiken anschließend analysieren, auf der Driving Range trainieren und dieselbe Uhr danach bei der Arbeit oder beim Joggen tragen.

– Sie kostet natürlich einiges. Aber wenn du die Funktionen richtig nutzt und sie außerdem deine bisherige Smartwatch ersetzt, lässt sich die Investition meiner Meinung nach deutlich leichter rechtfertigen.

Fanny Persdotter | Johan Blom